10 Dinge die ich beim Umzug gelernt habe

Der Grund warum es hier in letzter Zeit mal wieder sehr ruhig war? Wir sind umgezogen! Anfang des Monats hieß es für uns “Tschüß liebe Altbauwohnung in Berlin & hallo süße kleine Neubauwohnung in Brandenburg”. Auf Instagram hab ich schon erklärt warum wir uns trotz Nachwuchs dazu entschieden haben uns etwas zu verkleinern. Heute ist unser Umzugs-Urlaub nun ganz offiziell vorbei und wir starten zurück in den Arbeitsalltag. Für mich heißt das, endlich wieder Zeit zum schreiben, fotografieren und kreativ sein zu haben und ich wollte damit starten, euch von den letzten Wochen zu erzählen. Was lässt sich also berichten? Hier kommen ganz durcheinander und ohne System, 10 Dinge die ich beim Umzug gelernt habe…

1. Duschen im Neubau ist ziemlich toll!

Unser Umzugstag war warm, lang und echt anstrengend. Obwohl ich beim Umziehen noch nie so wenig getragen habe (Danke liebes Umzugsunternehmen!), das Kind den ganzen Tag auf dem Arm zu halten, vor großen Möbelstücken und Werkzeugen zu schützen und das alles bei 30 Grad, ist mindestens genauso anstrengend. Die Freude auf die Dusche am Abend war also groß und die Überraschung, welchen Unterschied das Duschen im Neubau zum Duschen in unserem Altbau machte, noch größer. Direkt die richtige Temperatur und ein anständiger Wasserdruck – so duscht man also richtig. Fand ich so gut, dass ich direkt Bad und Flur überschwemmt habe (muss halt auch gelernt sein).

2. Umziehen mit Kleinkind, geht nur mit viel Unterstützung

Umziehen ist natürlich immer anstrengend und mit viel Stress verbunden. Wenn man aber dann noch einen kleinen Wirbelwind dabei hat, auch mit ganz schön viel Frust auf allen Seiten. Holt euch also Unterstützung für die Kleinen, damit ihr euch voll und ganz auf den Umzug konzentrieren könnt. Wir hatten zum Glück die Großeltern da – ohne wäre hier nichts gegangen.

3. Die Nachbarn haben leckere Gurken

So viele Worte wie ich hier bereits mit den Nachbarn gewechselt habe, habe ich in Berlin insgesamt in den letzten drei Jahren nicht. Wir wurden so lieb aufgenommen und gestern klingelte eine Nachbarin und drückte uns zwei Gurken aus ihrem Garten in die Hand. Dann zog sie mit ihrem prall gefüllten Gurkensack zur nächsten Tür weiter. Könnte ich mich dran gewöhnen.

4. Draußen braucht man Wäscheklammern

Wäsche draußen trocknen ist richtig toll. Wenn die Sonne scheint und Wind weht, kann die Welt da draußen locker mit jedem Trockner mithalten. Kaum zu glauben, dass ich mit meinen fast 30 Jahren bisher noch nie das Vergnügen hatte. All unsere Balkone in der Vergangenheit waren einfach zu klein und meistens stand der Wäscheständer dann einfach im Bad oder im Wohnzimmer. Jetzt wo es soweit ist, muss auch das erstmal gelernt sein. Neben einzelnen Socken und Bodies, hat sich auch schon der komplette Wäscheständer von der Terrasse verabschiedet. Mittlerweile habe ich aber wenigstens Wäscheklammern besorgt.

5. Auf Falafeln sollte man außerhalb Berlins lieber verzichten

Was folgt auf den Biss in eine Brandenburger Falafel? Richtig, ein ausgiebiger Lachkrampf und die Frage: “Was zur Hölle ist das?!”. Netter Versuch, lieber Dönerladen um die Ecke, aber das müssen wir wohl noch üben. Da merkt man mal wieder wie Berlin einen kulinarisch verkorkst.

6. Die Deckenhöhe ist nicht alles

Nachdem meine letzten drei Wohnungen alles Altbauten waren, dachte ich immer ein Neubau kommt für mich nicht mehr in Frage. Die niedrigen Decken, keine Geschichte, kein Charme – da kann ich mich doch nicht wohlfühlen. Aber Zeiten und Bedürfnisse ändern sich und ein Neubau hat eben auch viele Vorteile. Leise schließende Türen zum Beispiel oder gerade Fußböden und die ziemlich nice Dusche. Alles Dinge die ich gerade sehr zu schätzen weiss. Die große Terrasse und der kleine Garten sorgen außerdem dafür, dass ich mich alles andere als eingeengt fühle.

7. Glatte Wände machen mich glücklich

Die ersten Fotos in der neuen Wohnung, der erste Farbanstrich – man merkt es sofort: zwischen Rauhfasertapete und verputzten Wänden liegen Welten. Und ich bin froh endlich wieder in meiner bevorzugten angekommen zu sein.

8. Wir haben zu viel Kram

Ich habe in den letzten Jahren immer wieder aussortiert und komme nach und nach auch problemlos mit weniger Sachen zurecht. Bei Klamotten und Kosmetik angefangen, bei Haushaltsgegenständen und Deko weitergemacht, alles wurde nach und nach reduziert. Nichtdestotrotz kamen wir am Ende auf 46 Umzugskartons, von denen ca. 10 noch darauf warten ausgepackt zu werden. Wo kommt all dieser Kram her? Warum sind wir immernoch der Meinung, dass wir das alles wirklich brauchen? Ich musste auf jeden Fall feststellen, dass wir immer noch viel zu viel haben.

9. Man sollte öfters barfuß laufen

Neben dem Wind (warum ist das hier eigentlich so windig?), sorgt auch das ständige barfuß laufen dafür, dass wir immer noch das Gefühl haben hier im Urlaub zu sein. Was in Berlin nicht möglich war, gehört hier dank Garten zur Tagesordnung. Von der Terrasse aus geht man einige Stufen runter und ist dann ein paar Schritte weiter auf dem großen Spielplatz im Innenhof. Der Sand ist hier so sauber, dass wir das Schuhe anziehen schnell aufgegeben haben und ich muss sagen an das barfuß im Sand laufen könnte ich mich ebenfalls gewöhnen. Auf den Sand im Bett könnte ich dafür gut verzichten – aber hej, man kann nicht alles haben.

10. Gut geplant ist halb umgezogen

Wir hatten etwas Vorlaufzeit beim Umzug und die habe ich genutzt um die neue Wohnung mit dem zur Verfügung gestellten Grundriss zu planen. In der 3D Planung fand jedes Möbelstück und jede Pflanze ihren Platz, wir haben überlegt welche Räume Gardinen oder Rollos bekommen und konnten im Voraus sehen was eventuell wo noch fehlt, was gar nicht reinpasst usw. Und was soll ich sagen? Die Arbeit hat sich sowas von gelohnt! Im ganzen Umzugsstress konnte ich keinen klaren Gedanken fassen und bin wirklich froh, dass ich durch die Planung genau wusste wo was hinkommt (und hinpasst) und die Planung nur noch ausführen musste. Noch nie haben die Räume bei einem Umzug so schnell Form angenommen und auch wenn es natürlich trotzdem stressig war, hat es den Stress zumindest etwas reduziert.

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