DIY | Montessori Regal für das Kinderzimmer (Werbung)

Dieser Beitrag enthält Werbung und Partnerlinks*

Ich hatte euch hier schonmal erzählt, dass wir vor kurzem die Montessori Pädagogik für uns entdeckt haben. Mittlerweile habe ich das Buch ‘The Montessori Toddler’ durchgelesen, zahlreiche Blogartikel gelesen und Podcasts gehört und beginne das Konzept mehr und mehr zu verstehen. Wenn man sich tiefer mit dem Thema auseinandersetzt, begreift man, dass Montessori so viel mehr ist als “nur” die vorbereitete Umgebung und die Aktivitäten. Aber es ist auf jeden Fall ein guter Anfang, wenn man erstmal einen Zeh ins Wasser halten möchte. Mit ein paar kleinen Veränderungen im eigenen Zuhause, kann man schon viel erreichen und den Kleinen viel mehr Selbstständigkeit ermöglichen. Wir haben in den letzten Wochen deshalb doch noch etwas mehr angepasst, Garderobenhaken umgehangen, Bücherregale niedriger angebracht und auch das ein oder andere selbstgebaut. Angefangen mit dem einfachsten DIY von allen: ein niedriges Montessori Regal für das Kinderzimmer.

Montessori Regale sind besonders niedrige und offene Regale, in der eine überschaubare Anzahl an Aktivitäten ansprechend in Körben oder auf Tabletts präsentiert wird. Je nach Alter und Interessen des Kindes, passt man diese regelmäßig an, bzw. rotiert hier einfach etwas. Wir haben im Abstellraum jetzt ein kleines Bücher- und Spielzeuglager angelegt aus dem ich regelmäßig Dinge heraussuche die gerade gut passen. Anderes wird dafür dann wieder weggeräumt, sodass immer die gleiche Anzahl an Aktivitäten (oder auch Spielzeugen) verfügbar ist. Diese sind für das Kind sichtbar und ansprechend präsentiert und durch die niedrige Regalhöhe leicht zugänglich. Das Regal kann im Stehen dann zusätzlich als Arbeitsfläche benutzt werden oder man zeigt den Kleinen wie sie die Körbe und Tabletts an einen Tisch oder auf den Teppich tragen und dort daran ‘arbeiten’. Das braucht natürlich Zeit und Übung und wenn sie lieber im, vor oder auf dem Regal spielen ist das auch völlig in Ordnung.

Ihr könnt natürlich auch einfach ein niedriges Regal kaufen, ich finde den natürlichen Holzlook aber besonders schön und wollte gerne etwas für uns selber bauen (ist zudem oft auch günstiger). Unser Regal ist 120 cm breit, 30 cm tief und 40 cm hoch. Die Bretter sind 2,5 cm dick, was mir besonders gut gefällt. Das obere Brett ist mit Holzdübeln und Leim befestigt, damit auf der Oberfläche keine Schrauben sichtbar sind. Die Seitenteile sind einfach geschraubt. Das könnt ihr oben natürlich auch machen, denn beim Dübeln muss man schon etwas geübter sein und braucht entsprechend auch das richtige Werkzeug (mein Mann hat sich da reingefuchst, ich persönlich hätte es auch schrauben müssen;)). Da wir immer nur abends zu solchen Dingen kommen und diese meist im Keller umsetzen, habe ich leider keine Schritt-für-Schritt Fotos für euch aber ich denke es ist auch ziemlich selbsterklärend.

Ein Nachteil von unserem Umzug raus aus der Großstadt ist übrigens, dass wir nicht mehr die größten Baumärkte direkt vor der Tür haben und der Einkauf von Materialien manchmal etwas frustrierend ist. Oft gibt es nur eine kleine Auswahl und eben nicht die Dinge die ich mir vorstelle. Da bestelle ich für DIY Projekte dann auch mal online (wenn ich keine Lust habe die längere Reise in gut bestückte Baumärkte auf mich zu nehmen). Zum Glück ist das heutzutage aber auch ganz einfach möglich. Schönes Holz habe ich letztens hier im Holzland entdeckt. Da gibt es nicht nur eine große Auswahl, sondern auch die Möglichkeit direkt den passenden Zuschnitt zu bestellen. Ich lasse mir alles vorher zuschneiden, dann spart man sich diesen Schritt Zuhause und muss die fertigen Platten nur noch zusammensetzen. Im Shop findet ihr übrigens auch direkt die passenden Farben und Lacke.

Über dem Regal könnt ihr auf Augenhöhe des Kindes noch passende Bilder aufhängen, die fehlen bei uns auch noch. Über naturnahe und detailgetreue Kunst (z.B. aus der Tierwelt) freuen sich die Kleinen häufig am meisten. Ich habe gerade ein Katzenaquarell aufgehangen, das zwar so gar nicht meinem Geschmack entspricht, aber vom Sohnemann innig geliebt wird. Solche Abstriche mache ich für den täglichen Freudenschrei und das Gebelle (für ihn sind gerade alle Tiere Hunde und werden zur Begrüßung erstmal angebellt) aber mehr als gerne.

Aktuell bauen wir noch an einem DIY Waschtisch für unser Mini Badezimmer, auf den ich mich schon sehr freue. Ich bin gespannt, wie er ankommen wird. Ihr müsst aber nicht direkt ganz viel Geld in neue Einrichtung oder teure Montessorimaterialien stecken, sondern könnt auch mit ganz einfachen Dingen anfangen. In der Küche kann zum Beispiel eine niedrige Schublade mit kleinen Tellern, Schüsseln und Bechern ausgestattet werden, sodass die Kleinen beim Decken des Tisches helfen können. Fangt im Alltag und den alltäglichen Abläufen an und schaut wie es euch gefällt und welche Prozesse ihr gerne vereinfachen würdet, bzw. wo ihr gerne mehr Selbstständigkeit ermöglichen würdet. Und dann macht ihr von dort weiter. Bei uns ist es ein laufender Prozess, der uns aber auch sehr viel Spaß macht und ich bin gespannt wohin uns unsere Montessori-Reise noch führen wird!

*Der Beitrag enthält Partnerlinks. Solltet ihr über diese Links ein Produkt kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch entstehen dabei aber keine Mehrkosten.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *