Blogging | How to start a blog

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Wenn ich auf die letzten zwei Jahre zurückschaue, bin ich immer wieder erstaunt, wie sich mein Blog in dieser Zeit weiterentwickelt hat, was ich alles gelernt habe und was für tolle Leute ich kennenlerne durfte. Aus dem anfänglichen Hobby wurde eine immer größere Leidenschaft, die mich vor kurzem dazu gebracht hat meinen Day Job komplett hinter mir zu lassen und mich voll und ganz auf meine Selbstständigkeit zu konzentrieren. Ich liebe meinen Blog und kann nur sagen: ohne It’s pretty nice hätte ich diesen Weg wohl nicht gefunden. In meinem Bekanntenkreis höre ich in letzter Zeit immer wieder den Satz “Vielleicht sollte ich auch einen Blog starten” und ich bin mir sicher, diesen Gedanken haben vielleicht auch einige von euch. Mir ging es damals ganz genauso, sogar schon Jahre bevor ich den Schritt endlich gemacht habe. Warum habe ich so lange gewartet? Ich wollte, dass alles perfekt ist und ich wollte genug Zeit haben, um den Blog auch regelmäßig zu pflegen. Als It’s pretty nice endlich online ging, war natürlich alles anders. Ich steckte mitten in einem Vollzeitjob und kam nur selten dazu mein Baby mit Content zu füttern. Trotzdem habe ich den Blog von Anfang an geliebt und hatte so viel Spaß am Bloggen, dass ich mich wirklich gefragt habe, warum ich eigentlich so lange gewartet habe.

Was ich damit sagen möchte: den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht! Ein Blog kann ein wunderbar kreativer Ausgleich zum Vollzeitjob sein, ein Ort an dem wir unsere Leidenschaft mit Gleichgesinnten teilen und ein Online-Tagebuch in einem. Jedem von euch der mit dem Gedanken spielt, einen eigenen Blog ins Leben zu rufen, kann ich das nur aus vollstem Herzen empfehlen! Einfach loslegen lautet hier die Devise und sich nicht abschrecken lassen. Weder vom technischen Teil, noch von irgendetwas anderem – das Können steckt in jedem von euch, ihr müsst lediglich die nötige Leidenschaft mitbringen.

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Und wenn ihr jetzt denkt “Ich würde ja gerne, aber ich hab keine Ahnung wo ich eigentlich anfangen soll” – ich hab euch mal zusammengefasst, wie ich das Ganze gemacht habe. Herausgekommen ist eine kleine Schritt-für-Schritt Anleitung mit der ihr euch dem Thema “Eigener Blog” ganz langsam annähernd könnt. Solltet ihr auf dem Weg Fragen haben, schreibt mir gerne jederzeit.

Schritt-für-Schritt zum eigenen WordPress Blog

1. Ideen sammeln (Inhalte, Name, Stil)

Wenn ihr das nächste mal wieder über einen eigenen Blog nachdenkt, schnappt euch Stift und Notizbuch und bringt das ganze zu Papier. Für welches Thema schlägt euer Herz? Gutes Essen, ein besonderes Handwerk, oder das Reisen durch die Welt? Ich bin mir sicher, ihr wisst bereits wovon euer Blog handeln soll. Aber macht euch doch auch mal Gedanken zu einem passenden Namen, überlegt euch einzelne Kategorien und malt euch euren Blog vor eurem inneren Auge aus. Zusammengefasst: arbeitet die ganzen Details aus. Soll es bunt zu gehen, oder eher schlicht sein? Möchtet ihr auf Englisch oder Deutsch bloggen? Schreibt alles auf, was euch so einfällt – damit legt ihr die Grundlagen für die nächsten Schritte fest und könnt später immer wieder darauf zurückgreifen.

2. Domain, Hosting & WordPress

Ich weiss, dass diese Begriffe am Anfang vielleicht etwas einschüchternd sind, ich versuche deshalb das ganze mal verständlich zu erklären. Vorab: Ich arbeite mit WordPress und kann deshalb nichts zu Blogger sagen. Ich bin aber mit WordPress sehr zufrieden und würde dieses System auch jedem empfehlen. Zu Beginn müsst ihr euch überlegen, ob ihr euren Blog selbst hosten möchtet oder den Hosting-Service von WordPress.com nutzt. Aber fangen wir ganz vorne an. Es gibt wordpress.com und wordpress.org. Bei WordPress.com könnt ihr einen kostenlosen Blog einrichten, der auf dem Server von WordPress gehostet wird. Ihr habt dadurch keinerlei Kosten für Webspace, oder eine eigene Domain. Das ist gerade für den Anfang (um das Bloggen erstmal auszuprobieren) sicherlich keine schlechte Idee, allerdings seid ihr hier auch eingeschränkter was verschiedene Designs und Plugins angeht. Außerdem habt ihr keine eigene Domain, sondern eine WordPress Domain. Bei so einer Domain steht noch der Begriff “WordPress” zwischen dem Blognamen und dem .com. (Beispiel www.deinblogname.wordpress.com).

Bei wordpress.org läuft es ein bisschen anders ab. Hier könnt ihr euch die aktuelle WordPress Version kostenlos herunterladen und diese dann für einen eigenen Webspace und eine eigene Domain nutzen. Bei dieser Variante zahlt ihr einen kleinen Jahresbetrag für Webspace & Hosting, der sich aber wirklich in Grenzen hält. Oft gibt es Angebote, bei denen ihr für das erste Jahr gar nichts zahlt und danach ein paar Euro im Monat. In diesem Fall würdet ihr euren Blog also selbst hosten (keine Sorge – das klingt viel komplizierter als es ist!). Ich habe mich bei meinem Blog für ein eigenes Hosting entschieden, da ich finde, eine eigene Domain wirkt einfach etwas professioneller und außerdem wollte ich bei dem Design keine Abstriche machen. Ich hatte mich schon in zahlreiche Themes für wordpress.org verliebt (hierzu kommen wir später). Solltet ihr euch auch für diesen Weg entscheiden, müsst ihr euch einen Hostinganbieter suchen. Ich bin bei One.com und bin auch hier sehr zufrieden (aber natürlich vergleicht ihr am besten selbst und sucht euch den Anbieter aus, der euch am besten gefällt). Wenn ihr euch für einen Anbieter entschieden habt, könnt ihr die Verfügbarkeit eurer Wunschdomain (euren Blognamen) meistens direkt über den Anbieter prüfen und diese dann inkl. Webspace und Hosting über den Anbieter bestellen/einrichten. Bei One.com geht das z.B. hier.  Um das ganze jetzt nochmals zusammenzufassen: in diesem Schritt sucht ihr euch einen Hostinganbieter aus, registriert eure Wunschdomain über diesen Anbieter und ladet WordPress über wordpress.org runter. Im Kundenkonto eures Hostinganbieters könnt ihr WordPress dann installieren. Auch hier wieder: lasst euch davon nicht abschrecken, die meisten Anbieter haben für euch bereits eine Schritt-für-Schritt Anleitung vorbereitet, bei One.com sind es z.B. nur wenige Klicks.

3. Theme aussuchen und installieren

Wenn ihr den zweiten Schritt erfolgreich hinter euch gebracht habt, könnt ihr schonmal stolz auf euch sein! Jetzt geht es langsam an den spaßigen Teil – die Auswahl des Blog-Designs, auch Theme genannt. Für wordpress.org, also selbst gehostete Blogs, gibt es eine riesige Auswahl an wunderschönen Designs. Auch hier habt ihr wieder die Wahl zwischen kostenlosen Themes und Themes, für die ihr einen kleinen Taler hinlegen müsst. Eine Auswahl findet ihr z.B. bei WordPress selbst, oder auch bei externen “WordPress-Designern”. Möglichkeiten sind hier z.B. Etsy (hier habe ich mein Theme gefunden) oder auch WPZoom. Nach dem ihr euch für ein Theme entschieden habt, könnt ihr dieses meistens direkt herunterladen und bekommt die Schritt-für-Schritt Installationsanleitung direkt mitgeliefert. Theme installieren und fertig ist euer Blog-Baby!

4. Blog einrichten: Kategorieseiten, Impressum und Datenschutz

Ihr habt euch in den vorherigen Schritten die Grundsteine gelegt und könnt jetzt anfangen euren Blog mit Leben zu füllen. Mittlerweile kennt ihr schon den Admin Bereich bei WordPress, dort könnt ihr Seiten oder Kategorien erstellen. Als Seiten zählen z.B. das Impressum oder die “Über mich” Seite, als Kategorien die verschiedenen Themen eurer Blogeinträge (z.B. DIY, Travel, Food). Wie diese Kategorien und Seiten dann in eurem Blog-Menü erscheinen, bleibt vollkommen euch überlassen. Probiert euch einfach mal ein bisschen durch den Admin-Bereich und gestaltet euren Blog solange nach euren Wünschen, bis ihr wirklich zufrieden seid (im Grunde ist im Admin-Bereich alles selbsterklärend). Wichtig ist aber, dass ihr ein Impressum und eine Seite zum Datenschutz erstellt. Hier gibt es im Netz viele hilfreiche Artikel zum Thema, am besten informiert ihr euch vorab ein bisschen darüber.

5. Die persönliche Note: Logo und “Über mich” Teil gestalten

Ein selbstgestaltetes Logo, ein Foto von euch und ein kleiner Text, was euren Blog auszeichnet, sind optimale Wege, um eurem Blog eine persönliche Note zu verleihen. Schaut vielleicht nochmals auf eure Notizen aus dem ersten Punkt zurück und versucht diese hier wieder aufzugreifen. Ein eigenes Logo könnt ihr z.B. per Hand gestalten und anschließend mit Photoshop oder einem vergleichbaren Programm digitalisieren, oder ihr macht es direkt am PC. Wenn ihr im Freundeskreis Leute habt, die sich damit besser auskennen, fragt ruhig nach Hilfe! Meist ist das ganze gar nicht mal so schwer und mit etwas Rumprobieren bekommt ihr das garantiert schnell hin. Und selbstverständlich muss und kann auch nicht alles von Anfang an perfekt sein! Der “Über mich”-Text verändert sich bestimmt mit der Zeit, das Blog-Design wird vielleicht irgendwann neu aufgesetzt – man lernt hier einfach mit der Zeit dazu und kann seinen Blog ja auch immer weiterentwickeln.

6. Mit dem Bloggen loslegen!

Was soll ich sagen? Wenn ihr euch bis hier hin durchgekämpft habt, kann ich euch nur gratulieren! Jetzt kann es richtig losgehen und ihr könnt die ersten Blogbeiträge verfassen. Ihr könnt Social Media Kanäle einrichten und diese mit eurem Blog verknüpfen, ihr könnt Ideen ausarbeiten, Fotos machen und kreativ sein – jetzt geht das Bloggen richtig los! Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen helfen den Gedanken vom eigenem Blog etwas greifbarer zu machen und würde mich total freuen, eure “frischen Blogs” zu sehen. Schickt mir also gerne alle Fragen, die noch offen sind, oder Links zu euren Blogs – ich freu mich!

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  • Danke für diese tolle Beschreibung. Ich habe meinen Blog eigentlich seit 2 Jahren, doch konnte ich damit gar nichts anfangen und wusste nicht wie es geht. Jetzt erst im April bin ich dahinter gestiegen und habe ziemlichen Zulauf, der mich auch freut. Nun überlege ich, ein Kleinstgewerbe anzumelden, da ich Kooperationsanfragen habe. Ich bin mir aber unsicher, ob ich das rechtlich nicht unterschätze und auch was alles noch kommen kann. Ich bin eben auch bei WordPress.com, aber mit eigener Domain wofür ich zahle. Leider gehen hier keine Plugins was ich nicht wusste. Wann kam denn bei dir der Punkt im Bloggerleben, in dem du eine Firma gegründet hast?
    Liebste Grüße!

    • Liebe Sina, danke für deinen Besuch und deinen Kommentar. Ich freu mich, dass dir der Artikel gefällt. Ich denke es geht vielen Leuten so, dass sie bei WordPress und dem Thema Bloggen generell nicht so ganz durchsteigen (ging mir am Anfang nicht anders). Ich hatte auch zuerste eine eigene Domain aber war bei wordpress.com. Aber die fehlenden Plugins und die Design-Einschränkungen haben mich so gestört, dass ich mit samt der Domain schließlich zu einem Hostinganbieter umgezogen bin. Das geht also auch recht unproblematisch ;) Mein Gewerbe habe ich recht am Anfang angemeldet (das ist ja nun leider auch unvermeidbar sobald beim Bloggen auch ein kleines Einkommen entsteht) und das ist vom Aufwand her eigentlich auch überschau. Als Kleinunternehmer hat man es zum Glück noch recht leicht. Du meldest lediglich ein Gewerbe beim Gewerbeamt an und bekommst dafür dann eine eigene Steuernummer. Bei deiner Steuererklärung musst du für dein Gewerbe dann eine Einnahmen-Ausgaben Rechnung erstellen, auch das ist bei einem Kleingewerbe noch recht “leicht”. Ich denke davon solltest du dich also nicht abschrecken lassen ;) Liebste Grüße, Lisa

  • Danke dir Lisa, für die Mühe, die du dir mit der Anleitung gemacht hat!

    Schön zu lesen, dass sich die Anfänge bei allen ähnlich gestalten. Ich habe mich direkt für die selbstgehostete Variante entschieden und bin im Nachhinein überrascht, wie einfach es doch war. Klar gab es ganz zu Beginn auch ratlose Stunden, aber im Großen und Ganzen war ich superhappy zu sehen, wie schnell man so ein Ding dann doch zum Laufen bringen kann. Technisch zumindest. Viel schwieriger ist der regelmäßige Input. Aber ich habe mir vorgenommen, mich damit nicht zu stressen, denn schließlich soll das Bloggen ja Spaß machen. Und das tut es ? Und was mir noch sehr viel Spaß macht, ist der wachsende Austausch mit anderen Bloggern ? Also ich bleibe dabei und bin gespannt, wohin mich die Blogreise noch führen wird.

    Liebe Grüße an dich und ein schönes Wochenende!
    Lena

    • Liebe Lena, danke für deinen lieben Kommentar :) Ich freu mich, dass es dir ähnlich erging und so Phasen wo es auf dem Blog mal etwas ruhiger ist, kennen wir sicher auch alle. Da hast du vollkommen Recht damit, dich dann nicht zu stressen! Bloggen soll ja vor allem Spaß machen und manchmal fehlt einem ganz einfach die Zeit. Ich bin auch sehr gespannt wo deine Blogreise noch hinführt und werde diese auf jeden Fall weiter verfolgen :) Liebe Grüße an dich, Lisa

  • Toller Artikel! Du erklärst total easy, wie man einen Blog startet und ich glaube, das hilft so manchem Anfänger weiter (hätte mir früher auch geholfen! :) ). Ich bekomme aus meinem Bekanntenkreis auch immer häufiger Anfragen, ob ich denn erklären kann, wie man einen Blog startet und stoße spätestens bei den Worten “Hosting” und “Template” auf fragende Gesichter.
    Trotzdem sollte man sich, bevor man einen Blog startet, wirklich überlegen, ob man die nötige Zeit und Muße mitbringt… Denn hätte ich damals gewusst, wie oft ich nächtelang am Blog sitzen würde (ich muss dazu sagen, dass ich den mittlerweile sehr ehrgeizig betreibe), dann hätte ich erst gar nicht damit angefangen :D Obwohl man wirklich viel dazu lernt und es einfach ein tolles Gefühl ist, seine eigene, kleine Online-Community aufzubauen!
    Wünsch dir einen schönen Abend,
    Caro
    Madmoisell

    • Danke für deinen lieben Kommentar, Caro! Ich freu mich, dass dir der Artikel gefällt und das du die Anleitung einfach findest. Genau das wollte ich erreichen und deshalb bin ich froh, dass zu hören/lesen ;) Ich denke wie viel Zeit man investiert, muss jeder für sich selbst herausfinden, da es voranging ja darum gehen soll Spaß am Bloggen zu haben. Ich denke aber es ist ganz normal, dass einen der eigene Blog auch mal “stresst” – dann muss man vielleicht einfach mal einen Schritt zurück gehen und eine kleine Blogpause einlegen. Dann bekomme ich z.B. von ganz alleine wieder Lust dazu kreativen Content zu gestalten ;) Liebe Grüße an dich! Lisa