Interior & Cats | Meet Ella & Finnley.

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Wie hat meine liebste Interiorbloggerin Hello Mrs Eve vor einiger Zeit so schön formuliert: Katzen gehören zu Interiorbloggern wie der Honigtopf zu Winnie the Pooh. Ich (als Hundemensch) hab eine Weile gebraucht, um das einzusehen, aber der Haustierentzug seit dem Auszug aus dem Elternhaus und einige Pflegekätzchen aus dem Berliner Tierschutz haben auch mich schließlich weich bekommen. Deshalb sind wir in unserer Berliner Altbauwohnung nun zu viert unterwegs und unsere zwei flauschigen Mitbewohner begleiten uns nun schon seit über zwei Monaten – höchste Zeit also, euch etwas über das Zusammenleben mit den beiden zu erzählen!

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Am Anfang war ich ziemlich skeptisch, wie ein Zusammenleben mit Katzen als Interior- und Pflanzenliebhaber funktionieren kann. Sind meine Möbel dann ständig voller Haare und werden schlimmsten Falls noch zerkratzt? Komme ich täglich in ein Chaos von zerschmissener Deko nach Hause und kann mich von all meinen Pflanzen verabschieden? Ihr seht schon, ich gehe immer gerne vom schlimmsten Fall aus und hab mir vor dem Einzug der beiden so einige Gedanken gemacht. Nach zwei Monaten kann ich jetzt ein bisschen mehr dazu sagen und allen von euch, die vielleicht ebenfalls mit dem Gedanken spielen, eine Mieze ins Haus zu holen, auch direkt ein paar Erfahrungen & Tipps weitergeben.

Zuerst einmal: das Zusammenleben funktioniert. Meine Deko steht noch, meine Möbel haben bisher nur milde Schäden abbekommen und auch die Wohnung bekomme ich nach und nach wieder grüner (eine große Hilfe ist mir dabei übrigens das Buch Katzenpflanzen). Einfach war/ist das aber nicht immer, was bei zwei kleinen jungen Katzen natürliche keine Überraschung ist und was auch vollkommen in Ordnung ist – darauf muss man aber natürlich eingestellt sein. Die zwei kamen mit 12 Wochen zu uns und sind auch jetzt noch manchmal zwei totale Babys. Wenn ihr euch die Erziehung und den Trubel aus den ersten Jahren sparen möchtet, kann ich euch immer nur an die lokalen Tierheime verweisen, in denen auch ganz viele ältere Katzen auf ein schönes Zuhause warten.

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Wir haben uns aber gezielt die kleinen Wirbelwinde gewünscht und (noch schlimmer!) uns für ein Bengalen Geschwisterpaar entschieden. Die Rasse bringt ganz viele lustige & tolle Charakterzüge mit sich (die Ella & Finnley uns auch immer wieder bestätigen), ist aber auch sehr wild, muss also entsprechend gefördert werden. Einen Tipp, den ich schon als Pflegekatzenmutti immer jedem mitgegeben habe: BITTE, BITTE, BITTE haltet die kleinen Zwerge nicht in Einzelhaltung. Auch wenn man vielleicht denken könnte, eine Katze wäre weniger Arbeit – genau das Gegenteil ist der Fall. Denn als Paar sind die Vierbeiner wesentlich entspannter, lasten sich gegenseitig aus und haben auch kein Problem damit alleine zu sein. Man hat also wirklich viel mehr Ruhe und braucht kein schlechtes Gewissen haben, wenn man mal einen Tag nicht Zuhause ist (stellt euch vor, ein kleiner Wurm hockt aber ganz alleine rum – dann sieht das schon ganz anders aus).

Zusätzlich zu einem Spielgefährten sollte man für genügend Kratz- und Klettermöglichkeiten sorgen und auch selbst täglich mit den Kleinen spielen. Wenn ihr einen Balkon habt, vernetzt diesen ordentlich und lasst die Vierbeiner Sonne & Frischluft tanken, auch das hat uns den Alltag wesentlich entspannter gemacht. Und für die Kopfarbeit probiert unbedingt mal das Clicker-Training aus (dazu hier ein super Video) – das liebe ich (egal ob mit Hunden oder Katzen)!

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Als abschließendes Fazit kann ich nur sagen: die Entscheidung sollte gut überlegt sein, die Wohnung muss etwas abgesichert werden (z.B. Fenster sichern und Deko festkleben :D) und der Staubsauger muss öfter geschwungen werden, ABER es lohnt sich! Die zwei sind so unterschiedliche kleine, wundervolle Charaktere und haben unseren Alltag auf jeden Fall bereichert. Ich würde also nicht mehr auf den Trubel verzichten wollen und nehme dafür auch ein paar Katzenhaare in Kauf. Und um euch den Abend jetzt noch ein bisschen zu versüßen, gibt es Ella & Finnley jetzt nochmal in Action ;).

 

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  • Liebe Lisa,
    die zwei sind ja mal super goldig ☺️
    Ich hab auch gleich zwei Haustiger und trotz angefressener Pflanzen und zerkratzter Couch *wein* will man sie nicht mehr missen.
    Ist manchmal wirklich besser als jedes Fernsehprogramm :-) wünsch euch vieren noch eine Menge Spaß zusammen!

    Ganz liebe Grüße
    Lisa

    • Liebe Lisa,
      da hast du vollkommen Recht, die ersetzen tatsächlich jegliches Fernsehprogramm und hier wird definitiv mehr gelacht, seitdem die beiden da sind :D Ganz liebe Grüße an dich & deine zwei Tiger, Lisa

  • Ihr Interior Bloggerinnen und Blogger scheint ja wirklich ein grosses Herz für Katzen zu haben. Sie sind aber auch zu goldig, die beiden Mini-Leoparden :)
    Und ich weiss nicht ob ich dir schon einmal gesagt habe, wie schön ich die Couchecke finde. Denk ich jedes Mal wieder wenn ich sie sehe…
    Alles Liebe
    hope

    • Ja es scheint so liebe Hope :) Ich freu mich, dass dir die Couchecke auch so gut gefällt! Der helle Sofabezug macht das ganze gleich viel freundlicher :-) Liebe Grüße, Lisa

  • Da hast du auf jeden Fall Recht, ein Leben mit Katzen und schönen Möbeln und Deko ist echt gut händelbar. Man muss halt nur die richtigen Katzen erwischen, sonst sieht das Sofa nach einer Zeit nicht mehr so schön aus ;)

  • Liebe Lisa,

    was habt ihr denn für einen Kratzbaum? Der sieht nicht so typisch und stillos aus wie diese (entschuldige) schrecklichen Plüsch-Träume. Hast du da einen selbst gemacht? Und benutzen sie nur den? Ich habe einen echten Baumstamm Zuhause stehen, den die beiden aber nicht anrühren. Auch die Kratzmatte wird nicht beachtet. Nur an einem Teppich wird gekratzt, der das auch ganz gut aushält aber ich glaube der “reicht” nicht, um die Krallen richtig zu “wetzen”. Da die Krallen wirklich scharf sind und man das beim Spielen auch ab und an zu spüren bekommt, wäre ich sehr glücklich über eine effektive Kratzlösung, die die beiden auch annehmen. Wie ist deine Erfahrung?
    Und wie handhabt ihr das mit Katzenklo/ Katzenstreu, Gerüchen, Futter?
    Danke!
    Liebe Grüße
    xL

    • Hallo liebe Lina, ja das Thema Katzen & schöne Einrichtung/schönes Katzenzubehör macht es uns Designliebhabern wirklich nicht leicht :D Da wir einfach keinen Kratzbaum gefunden haben der nicht voll mit Plüsch oder eben völlig überteuert war, haben wir Regalwürfel von Ikea mit selbstklebendem Vlies verkleidet und daraus einen Kratz und Kletterbaum gebaut, der auch das Katzenspielzeug etc. beherbergt. Also Stauraum und Kratzbaum in einem ;-). Auf dem klettern sie auch sehr gerne, die Krallen wetzen sie sich dann aber an einem kleinen Baumstamm. Ich glaube aber auch, dass man nie genug Kratzmöglichkeiten haben kann (hier sind wir auch immer noch auf der Suche nach noch mehr Optionen die sich in die Einrichtung integrieren lassen), da muss man einfach ausprobieren was gut angenommen wird, Kratzpappe mögen unsere z.B. auch sehr gerne. Ansonsten stutzen wir die Krallen aber auch manchmal wenn sie zu lang werden, dann haben unsere auch nicht mehr ein so starkes Bedürfnis zum Kratzen. Das Katzenklo ist ebenfalls selbstgebaut und in einer Sitzbank im Flur versteckt (Das siehst du z.B. hier: https://www.hej.de/ideen/diy/diy-das-stille-oertchen-fuer-die-katz) Beim Futter haben wir uns fürs Barfen entschieden und damit kannst du dich dann auch von jeglichen Gerüchen verabschieden – kein Witz! Es riecht tatsächlich gar nicht bei unseren und das liegt am Futter ;) Ich hoffe mit den Infos kann ich dir ein bisschen weiterhelfen, sag gerne Bescheid wenn noch Fragen offen sind :) Liebste Grüße, Lisa

  • Danke für deine schnelle Antwort, echt lieb!
    Die Idee mit den Regalwürfeln klingt gut, hast du das und auch den Kratzbaum auch schon mal irgendwo auf dem Blog oder auf Instagram gezeigt? (habe deinen Blog erst heute neu entdeckt, entschuldige also, falls du das schon mehrmals beantwortet hast :-))
    Ich habe nur etwas Sorge, dass man den ganzen Aufwand dann für die Katz’ macht (hihi), falls sie es dann auch wieder nicht annehmen….ich habe eben schon diesen riesen Baumstamm aus einem Park angeschleppt, Kratzmatte gekauft, Kratzbrett aus Holz und Sisal selbst gebaut,… – nix. Es bleibt beim Teppich und gerne auch beim Bett”kasten”, der aus Stoff ist :-(
    Aber interessant, dass du das mit dem Stutzen erwähnst, das habe ich auch schon überlegt, war aber immer unsicher, ob man das darf und auch auf die Gefahr, dass man nicht zu viel abschneidet. Hast du da einen speziellen Nagelklipser oder sowas, den du empfehlen kannst?
    Das mit dem Barfen finde ich super – ich habe nur gehört, dass es bei Katzen deutlich aufwendiger als bei Hunden ist und mich deshalb nicht rangewagt, da ich das zeitlich glaube ich nicht hinbekommen kann langfristig. Ich schaffe es schon für mich so selten vorzukochen haha. Ich versuche aber auf hochwertiges Futter zu achten, soweit es das eben gibt, füttere zum Beispiel nur Nassfutter und achte darauf, dass es mindestens 70/80% richtigen, echten Fleischanteil hat, ist natürlich auch nicht so kostengünstig aber fühle mich damit einfach wohler. Wie ist deine Erfahrung mit dem Barfen, auch den Kosten und wie bist du da eingestiegen, hast du einen speziellen Tipp? Sie sind halt jetzt schon 9 Monate alt.
    Eure Katzenklo-Lösung sieht super aus! Hatte ich für unsere anfangs ähnlich aber jetzt haben sie zwei Klos (Modko, die sind eigentlich ganz ansehnlich), einer wollte nämlich dann immer nicht rein und es wurde einfach vor das Klo gemacht ;-) Welches Katzenstreu nutzt ihr denn?

    • Hallo liebe Lina, so ein Quatsch, ich freu mich immer über eure Kommentare :-) Den Kratzbaum gibt es nirgends zu sehen, aber er besteht aus den Ikea VALJE Würfeln (vielleicht hilft dir das ja auch schonmal etwas). Aber klar, die Kleinen haben immer ihren eigenen Kopf und wenn sie den Baum dann nicht annehmen, hilft es natürlich wenig. Wenn sie den Teppich so gerne zum kratzen mögen, kannst du ja mal versuchen von der Art noch mehr zu besorgen und diesen dann auf Kratzbretter und ähnliches zu kleben – je nachdem natürlich um was für einen Teppich es geht ;). Krallen stutzen ist überhaupt kein Problem, wir schneiden auch immer nur die spitzen Enden, die haben also trotzdem noch genug Kratz- und Kletterkraft, also das tut denen wirklich nichts und es gibt ganz normale Krallenscheren dafür, von denen wir ein ganz einfaches Modell haben. Barfen bei Katze und Hund macht im Grunde nicht so viel Unterschied. Du kannst immer größere Mengen vorbereiten und einfrieren, dann hält sich die Arbeit auch in Grenzen. Ich hab mich auch einfach in das Thema reingelesen und wenn es mal ganz schnell gehen muss, gibt es ja auch Fertig-Barf (ist natürlich nur semioptimal). Unsere kannten das auch von klein auf gar nicht anders, deshalb war das alles ganz easy. Bei deinen könnte die Umgewöhnung dann tatsächlich schwierig werden, da hilft glaub ich nur ausprobieren ;). Beim Streu kann ich dir CatsBest empfehlen, das ist so ein Ökostreu. Die Modko Klos finde ich übrigens auch super :-). Liebe Grüße, Lisa